Internationale Google Ads-Kampagnen

So setzen Sie Google Ads auch international erfolgreich ein

Internationale Google Ads-Kampagnen

1 Überblick

Die Herausforderung

Wenn Sie weltweit expandieren möchten, ist Deutsch höchstwahrscheinlich nicht die Hauptsprache in Ihren Google Ads-Kampagnen für andere Märkte.

Das Ziel

Ihre Onlinepräsenz in neuen internationalen Märkten ausbauen, den Vertrieb optimieren und Kunden binden.

Vorgehensweise

Mit Google Ads erreichen Sie kaufbereite Kunden in anderen Ländern. Sie erfahren, wie viele Nutzer Ihre Anzeigen sehen, Ihre Website besuchen oder Ihr Unternehmen anrufen. Sie können sogar gezielt spezifische Untergruppen von Nutzern ansprechen.

Nachdem Sie ermittelt haben, welche Anzeigen die besten Leistungen erzielen, können Sie sie optimieren und die Änderungen testen.

Sie bezahlen nur für Resultate. Wenn also ein Kunde nicht auf Ihre Anzeige klickt oder keine Interaktion erfolgt, müssen Sie auch nichts zahlen. Die Anmeldung bei Google Ads ist kostenlos und Sie legen das Budget selbst fest. Was Sie bezahlen, hängt also davon ab, was Sie mit Ihrer Werbung erreichen möchten.

2 Umsatzchancen im Ausland ermitteln

Nachdem Sie mit Market Finder potenzielle Märkte im Ausland gefunden haben, sollten Sie Ihre Zielgruppen ermitteln und gezielt ansprechen. Wenn Sie wissen, wer Ihre potenziellen Kunden sind, können Sie Ihre globalen Google Ads-Kampagnen über das Such-, Display- und Videonetzwerk entsprechend anpassen, damit Ihre Anzeigen zur richtigen Zeit für die richtige Zielgruppe ausgeliefert werden.

Informationen aus Ihrer Website und Ihren Konten

Entnehmen Sie Ihren bisherigen Aktivitäten, wie sich möglicherweise weitere Nutzer ansprechen lassen:

Kulturelle Unterschiede berücksichtigen und Inhalte lokalisieren

Investieren Sie in eine professionelle Übersetzung, um Ihre Keywords, Anzeigen und Zielseiten an den lokalen Markt anzupassen. Allerdings reicht es nicht aus, Ihre Inhalte in eine andere Sprache zu übersetzen. Der Kaufprozess der Kunden hängt vom jeweiligen Markt ab. Dies sollte sich in Ihren Google Ads-Anzeigen widerspiegeln. Achten Sie bei der Entwicklung Ihrer Strategien darauf, das Suchverhalten der potenziellen Kunden zu berücksichtigen. Dieses gibt Aufschluss darüber, wie die Kunden mit Ihrer Marke interagieren und mit welchen Inhalten Sie am erfolgreichsten sind.

Kulturelle Nuancen beachten

Sie müssen möglicherweise die Symbole, Farben und Bilder auf Ihrer Website anpassen. Denken Sie etwa an Ihre Calls-to-Action. In Ländern, in denen viel Wert auf Höflichkeit gelegt wird, sollten Sie entsprechend formulieren. Selbst das Medium, über das Sie Nutzer ansprechen, sollte je nach Markt geändert werden. In manchen Regionen sind Videos effektiver, in anderen wiederum Bildanzeigen. Der bevorzugte Browser in einem Markt könnte sich auf die Darstellung Ihrer Zielseiten auswirken. Informieren Sie sich über die durchschnittlichen Breitbandgeschwindigkeiten und gestalten Sie eine Website, die unabhängig vom Standort schnell geladen wird.

Hilfreiche Market Finder-Tools und -Leitfäden

Allgemeine Marketingtrends: Wenn Sie wissen, wie sich Nutzer verschiedener Märkte in ihrem Onlineverhalten unterscheiden, können Sie diese Informationen mit Ihren Zielen vergleichen und so Ihre Möglichkeiten realistisch einschätzen. Mit Market Finder können Sie herausfinden, wie Menschen auf der ganzen Welt das Internet nutzen, und individuelle Analysen für den Onlinezugriff und die Gerätenutzung in den Ländern erstellen, auf die Ihre Kampagnen ausgerichtet sind. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Messwerte wie Onlinekaufverhalten, Kaufübersicht nach Produkt, Nutzung von Smartphones für Onlinekäufe und vieles mehr zu untersuchen.

Display Benchmarks: Möchten Sie Ihre Displaykampagnen mit dem Rest der Branche vergleichen? Oder die Leistung verschiedener Anzeigenformate und -größen? Mit diesem Tool können Sie aktuelle Branchen-Benchmarks abrufen, um Displaykampagnen besser zu planen und ihren Erfolg genauer zu messen:

Market Finder-Leitfäden

3 Google Ads-Kampagne einrichten und starten

Internationale Kampagnenziele festlegen

Was möchten Sie erreichen?

  • Mehr Produkte oder Dienstleistungen verkaufen?
  • Kundenbindung stärken?
  • Mit Kunden interagieren?
  • Markenbekanntheit steigern?

Such- oder Displaynetzwerk?

Über Google Ads können Sie Ihre Anzeigen in zwei Hauptnetzwerken schalten: im Suchnetzwerk und im Displaynetzwerk. Mit dem Google Ads-Suchnetzwerk erreichen Sie Nutzer, die bereits auf der Suche nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen sind. Im Displaynetzwerk können Sie an einem früheren Punkt des Kaufprozesses das Interesse der Nutzer wecken. Dafür steht Ihnen eine Vielzahl von digitalen Anzeigenformaten zur Verfügung. Dieses Netzwerk umfasst mehr als zwei Millionen Websites, die von über 90 % der Internetnutzer in aller Welt besucht werden.. Es soll Sie dabei unterstützen, auf Millionen von Websites weltweit die richtige Zielgruppe zu finden.

Kontostruktur auswählen und beibehalten

Wenn Sie Ihre Kampagnen auf neue Länder ausweiten, wächst die Komplexität Ihrer Konten. Diese können Sie über Ihre Kontostruktur organisieren. Bei der Wahl einer Kontostruktur ist es wichtig, dass Sie Ihrer Entscheidung treu bleiben. Beständigkeit ist eine starke Grundlage für Kontrolle und Spezialisierung und sorgt für bessere Berichterstellung, Automatisierung und Verwaltung von Konten – unabhängig davon, wie viele Kampagnen Ihr Verwaltungskonto enthält.

Es gibt viele Möglichkeiten zur Strukturierung Ihres Kontos. Die folgenden drei Ansätze werden jedoch am häufigsten genutzt:

  • Eine Kundennummer pro Land und Sprache. Die Produkte sind dann Teil der Kampagnen.
  • Eine Kundennummer pro Land und Produkt. Sprachen sind dann Teil der Kampagnen.
  • Eine Kundennummer pro Sprache. Die Produkte und Länder sind dann Teil der Kampagnen.

Jeder dieser Ansätze hat Vor- und Nachteile. Eine Kundennummer pro Sprache mag einfacher zu verwalten sein, doch die Verwaltung der Budgets auf Produktlinienebene ist dadurch unter Umständen schwieriger. Eine Kundennummer pro Land und Produkt erleichtert möglicherweise die Priorisierung und Optimierung der wichtigsten Märkte, bedeutet jedoch einen hohen Verwaltungsaufwand.

Wenn Sie sich vorab Gedanken über Ihre Einschränkungen und Präferenzen bei der Verwaltung machen, können Sie dadurch den richtigen Ansatz für Ihr Konto ermitteln. Berücksichtigen Sie auch Faktoren wie Ihre Unternehmensstruktur und deren Auswirkung auf Ihre Kampagnen. Wie ist Ihr Team organisiert und wie passen Sie Google Ads am besten daran an? Wie werden Ihre Budgets verwaltet – nach Teams, Produkten oder Ländern?

4 Kampagnenwirkung optimieren

Analyse

Sobald Sie eine umfangreichere Strategie zur internationalen Expansion ausgearbeitet haben, sollten Sie sie in Google Ads implementieren. Beginnen Sie mit etwas Bewährtem. Auch wenn alle Märkte unterschiedlich sind, können Sie Ihre ursprüngliche Kampagnenstruktur und Taktik erst einmal übernehmen, um ein Gefühl für die Reaktion der Nutzer in neuen Märkten zu erhalten. Nutzerwert, Wettbewerb und Selbstkosten können jedoch variieren. Dies sollten Sie beim Ermitteln von Leistungszielen berücksichtigen. Führen Sie regelmäßig Tests durch, um Ihre Strategie je nach Leistung anzupassen (siehe "Automatisierung" weiter unten). Auch wenn feste Ziele grundsätzlich gut sind, können Sie die Leistungsziele jederzeit an Ihre bisherigen Ergebnisse anpassen.

Namenskonventionen

Die Namensgebung scheint eine simple Angelegenheit zu sein, wenn Sie in einem oder zwei Ländern vertreten sind. Je mehr Sie jedoch expandieren, desto komplizierter wird es. Verwenden Sie deshalb für alle Kampagnen, Anzeigengruppen und Labels ein einheitliches Benennungssystem. Überlegen Sie sich Namen mit gebräuchlichen Abkürzungen und anderen Elementen. Land, Sprache und Ausrichtungsmethode sollten nach Möglichkeit Ihren Labels zu entnehmen sein.

Automatisierung

Je mehr Sie expandieren, desto größer wird der Verwaltungsaufwand für Sie und Ihr Team. Zur Unterstützung können Sie die automatisierten Tools von Google einsetzen. Mit einem einheitlich organisierten Konto können Sie Tools wie diese außerdem besser nutzen. Sobald Sie die Grundstruktur etabliert haben, müssen Sie sich um viele tägliche Optimierungsaufgaben dann gar nicht mehr kümmern.

Beispiel:

  • Automatische Gebotseinstellung ermöglicht bessere, fundiertere Gebote und spart Zeit.
  • Dank der Anzeigenanpassungen können Sie bei Textanzeigen berücksichtigen, wonach der Nutzer sucht, welches Gerät verwendet wird sowie an welchem Standort, Datum, Wochentag und zu welcher Uhrzeit gesucht wird. Außerdem können Sie bei der Anpassung Preise angeben, die Dauer bis zum Ende eines Angebots festlegen und beliebige Texte hinzufügen. Automatisierungsfunktionen können beim Testen neuer Märkte eingesetzt werden. So finden Sie heraus, was auf dem neuen Markt am besten funktioniert. Dafür bietet Google ebenfalls automatisierte Tools.

  • Dynamische Suchanzeigen für Kampagnen mit Textanzeigen

  • Shopping-Kampagnen für Einzelhändler
  • Optimierung von Displaykampagnen
  • Universelle App-Kampagnen für App-Werbung

Tipp

Mit der gemeinsam genutzten Bibliothek können Sie Listen mit auszuschließenden Keywords und Erweiterungen und Anzeigen erstellen, um sie dann kampagnenübergreifend einzusetzen.

Tipp

Sehen Sie sich die Informationen zur globalen Expansion mit Google an, die wir in Form von Artikeln und Videos in der Google Advertiser Community zusammengestellt haben.

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