Checkliste: CE Kennzeichen für mein Produkt

Rechtsvorschriften und Vorgehensweise: Was Unternehmen beachten müssen

Inhalt und Foto: Aussenwirtschaft Austria

Für den Verkauf im Europäischen Binnenmarkt ist das CE-Kennzeichen für eine Reihe von Produkten verpflichtend. Sie dient der Vereinheitlichung von Standards und wird durch Harmonisierungsvorschriften der EU geregelt. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird durch ein Konformitätsbewertungsverfahren festgestellt.

1 Pflicht zur Kennzeichnung?

Besteht für mein Produkt die Pflicht zur CE-Kennzeichnung? Das ist vielfach nicht einfach zu beantworten. Die Online-Checkliste zur CE-Kennzeichnungspflicht gibt Anhaltspunkte dafür, welche CE-Richtlinien für ein Produkt zutreffen könnten.

Es gibt eine Reihe von EU-Richtlinien und -Verordnungen zur CE-Kennzeichnung. Diese legen für zahlreiche Produkte die wesentlichen Anforderungen an die Sicherheit, Gesundheit, elektromagnetische Verträglichkeit, Energieeffizienz, usw. fest.

Für die Kennzeichnung ist der Hersteller eines Produkts verantwortlich. Das CE-Zeichen ist am Produkt anzubringen, bevor es auf den Markt gebracht oder in Betrieb genommen wird.

2 Pflichten für Hersteller, Importeur und Händler

In der Lieferkette eines Produkts, von der Herstellung bis hin zum privaten oder gewerblichen Endnutzer, ergeben sich Pflichten im Zusammenhang mit der CE-Kennzeichnung. Unterschiedliche Zuständigkeiten und Verpflichtungen für Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure und Händler betreffen folgende Bereiche:

  • Herstellung, Konformitätsbewertung und Dokumentation
  • Rückverfolgbarkeit und Begleitinformationen
  • Maßnahmen gegen nicht konforme Produkte
  • Kooperation mit Behörden

3 Schritte zur CE-Kennzeichnung

Voraussetzung für eine CE-Kennzeichnung ist die Durchführung eines Konformitätsbewertungsverfahrens. Die jeweiligen CE-Bestimmungen legen fest, für welches Produkt welches Verfahren zulässig ist.

In der Praxis lässt sich die Vorgangsweise in sieben Schritte gliedern:

  1. Vorgesehene Verwendung des Produkts definieren (technische Bandbreite, z.B. Leistung)
  2. Die für das Produkt geltenden EU-Richtlinien bzw. Verordnungen ermitteln.
  3. Das für das Produkt zulässige Konformitätsbewertungsverfahren auswählen.
  4. Analyse und Bewertung der Produktanforderungen gemäß den EU-Richtlinien bzw. Verordnungen.
  5. Im Entwicklungs- und Herstellungsprozess erforderliche Maßnahmen treffen (je nach Konformitätsbewertungsverfahren).
  6. Die erforderlichen technischen Unterlagen für das Produkt erstellen.
  7. Die EU-Konformitätserklärung ausstellen und das CE-Zeichen am Produkt anbringen.

4 Und jetzt zur Umsetzung

Wo Sie das CE-Zeichen finden, wie Sie eine EU-Konformitätserklärung abgeben, und wie Sie nachweisen, dass Ihr Produkt die Anforderungen der harmonisierten Normen erfüllt, erklären wir Ihnen hier.